Singapur

Die ultramoderne Mega-City in Südostasien ist einer der besten Orte, um den derzeitigen Wandel und Fortschritt auf unserem Planeten hautnah mitzuerleben. Moderne Architektur, Unternehmen aus aller Welt, ein bestens kontrolliertes Wachstum sowie die Kulturen, Küchen und Trends aus ganz Asien an einem Ort versammelt – das findest du nur in Singapur.

GLOBALIZED bietet dir hier einen Überblick über Sehenswürdigkeiten und praktische Infos sowie Insidertipps, Hintergründe zu im Blog genannten Orten und eine Fotogalerie. Viel Spaß beim Entdecken!

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Singapur – Bevölkerungsexplosion

Singapur – Stadt der Zukunft

Lage: Singapur bildet den Südzipfel Westmalaysias, liegt 500 Kilometer Autobahn südlich von Kuala Lumpur und 1800 Kilometer südlich von Bangkok. Der Stadtstaat erstreckt sich über 720 Quadratkilometer, das touristische Zentrum befindet sich im südlichen Teil.

Anreise: Mit dem Changi Airport steht in Singapur einer der weltweit größten, effektivsten und architektonisch anspruchsvollsten Flughäfen. Wenn du hier nicht sowieso landen solltest, fahr unbedingt für einen Nachmittag mit der U-Bahn hierher und schau dich um! Flüge aus Deutschland starten täglich, als Ausgangspunkt bietet sich Frankfurt an. Die beste, aber auch teuerste Fluglinie ist Singapore Airlines. Bist du bereits in Südostasien unterwegs, ist Singapur per Bus hervorragend erreichbar: Eine Fahrt aus Kuala Lumpur dauert beispielsweise rund 6 Stunden und kostet höchstens 15 Euro. Buchbar sind Bustickets wie in ganz Südostasien in den zahlreichen Reisebüros oder im Internet (https://12go.asia/). Eine echte Attraktion ist dabei bereits inklusive: Der Halt am Bus-Grenzterminal, dessen Ausmaße wirklich unglaublich sind. Auch eine Bahnlinie steuert den Südzipfel Malaysias an, aus Bangkok kannst du bis auf einen Zwischenstopp an der thailändisch-malaysischen Grenze durchfahren (buchbar ebenfalls über obenstehenden Link).

Wann besuchen? Ein Besuch der Mega-City bietet sich entweder als Teil einer Südostasienreise oder aber als „Stoppover“ an – viele Reisende legen hier bei langen Flügen nach Neuseeland oder Australien einen Zwischenstopp ein, der sich problemlos auf einige Tage ausweiten lässt. Das Klima ist über das Jahr sehr konstant: Die Temperaturen liegen im Durchschnitt nie unter 25 Grad, am meisten Regen fällt im November und Dezember – aber auch da ist es absolut erträglich (und dafür deutlich leerer und günstiger!)

Reisedauer: Meine Empfehlung: Drei bis fünf Tage. Drei solltest du auf jeden Fall einplanen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen zu können und vor allem genug Zeit zu haben, die Stadt am Abend zu bewundern! Willst du dir noch einige der Vororte oder typischen Touristenattraktionen (Freizeitparks, Zoo, Madame Tussauds etc.) ansehen, sind auch fünf Tage schnell vorbei. Bei einem längeren Aufenthalt wird es dann schnell langweilig.

Übersicht: Der bekannteste Teil Singapurs ist das aufgeschüttete Land der Marina Bay – hier findest du all die futuristischen Bauwerke und Hochhäuser sowie die Gardens By The Bay. Etwas außerhalb, auf der anderen Seite des Hafens, liegt die Vergnügungsinsel Sentosa, die du mit der U-Bahn ansteuern solltest. Der alte Stadtkern liegt einige Kilometer hinter der Marina Bay, im Inneren der Stadt: Hier erwarten dich die berühmten Viertel Chinatown und Little India, das Shoppingparadies Orchard Road sowie ein Großteil der lohnenden Museen.

Transport: Singapur besitzt ein fantastisches U-Bahnnetz – die sogenannte MRT. Keine der Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt (also Alles bis auf den Zoo) liegt weiter als 500 Meter von einer Haltestelle entfernt. Bist du in der Marina Bay oder dem alten Stadtkern unterwegs, ist ein Fußmarsch oft die bessere Alternative: Die Entfernungen sind kurz und die Wege in den unterirdischen Stationen dafür überraschend lang. Tipp: Das Papierticket, das du vor der ersten Fahrt am Automaten erhältst, kann mehrfach benutzt werden – so sparst du gleichzeitig Kosten und Ressourcen. In Singapur verkehren auch Busse und Taxis; diese bilden aber nur in Ausnahmefällen eine Alternative.

Sehenswürdigkeiten: Touristen-Hotspot Nummer 1 ist die Marina Bay, die vom Hotel Marina Bay Sands dominiert wird. Den Infinity-Pool im 57. Stock dürfen leider nur die Hotelgäste nutzen – und eine Nacht in der niedrigsten Zimmerkategorie ist nicht unter 300 Euro pro Person zu bekommen. Immerhin ist ein Teil der Dachterrasse öffentlich zugänglich: Der „Sands Skypark“ (MRT-Haltestelle Bayfront, 15 Euro Eintritt, Rabatt mit Singapore-Airlines-Flugticket!) bietet die wohl beste Aussicht Singapurs.

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Das Marina Bay Sands
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Die Skyline der Marina Bay – unbedingt am Abend die Promenade ablaufen!

Direkt eben dem Hotel liegen die fantastischen Gardens By The Bay – hier sind die kostenpflichtigen Gewächshäuser Cloud Forest und Flower Dome (Eintritt jeweils 15 Euro, Kombiticket 25) sowie die markanten „Supertrees“ die Hauptattraktionen – sowie eine große Bucht, die vom Wahrzeichen Singapurs flankiert wird: Dem Merlion, Schutzpatron der Stadt. Von hier lässt sich hervorragend die Lasershow beobachten, die Abend für Abend auf dem Dach des Marina Bay Sands stattfindet. Komplettiert wird das Angebot der Marina Bay vom Singapore Flyer (20 Euro), dem zweithöchsten Riesenrad der Welt, der Helix-Brücke (die das Marina Bay Sands mit dem Gebiet rund um den Merlion verbindet) und dem Art Science Museum(15 Euro), das von außen mehr hermacht als innen. Am Abend strömen die Touristen nach Clarke Quay, wo am Rand der Bucht zahlreiche schicke Bars und Restaurants liegen – die Preise sind überraschend angenehm! All diese Sehenswürdigkeiten können fußläufig erreicht werden, als Ausgangspunkt bietet sich das Marina Bay Sands und die Haltestelle Bayfront an.

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v.l.n.r: Der SIngapore Flyer, die Supertrees und der FLower Dome
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Der Flower Dome
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Der Cloud Forest – musst du dich für eines der Gewächshäuser entscheiden, geh in dieses!

Weiter im Inneren der Stadt liegen zwei Stadtviertel, die auf jeden Fall auf deiner Liste stehen sollen: Little India und Chinatown (gleichnamige MRT-Haltestellen). Ersteres bietet zahlreiche enge Gassen mit belebten Märkten und ausgesprochen günstige Restaurants und Straßenstände, während das chinesische Viertel in erster Linie für den Sri Mariamman Tempel (kostenlos) und „Hong Kong Soya Sauce Chicken Rice and Noodle“ bekannt ist, einen ganz besonderen Straßenstand: Vor einigen Jahren wurde der Besitzer für seinen „Chicken Rice“ mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet! Der Andrang ist entsprechend groß, du solltest mindestens eine halbe Stunde Wartezeit einplanen. Direkt um die Ecke wartet noch ein echter Geheimtipp auf dich: Das „Chinatown Heirtage Center“ (10 Euro), das liebevoll den Alltag im historischen Chinatown darstellt.

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Chinatown
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Der Michelin-Straßenstand befindet sich mittlerweile im Inneren eines Gebäudes

Shoppingfreunde sollten die Orchard Road ansteuern (gleichnamige MRT-Haltestelle), auf der sich eine Shoppingmall an die andere reiht. Nicht weit entfernt liegen das beste Museum Singapurs – das Naionalmuseum (je nach Sonderausstellungen 5-10 Euro Eintritt, Haltestelle Dhoby Ghaut), das interaktiv und multimedial die Geschichte des Staats aufarbeitet – sowie der botanische Garten (gleichnamige MRT-Haltestelle), der eine Ruheoase mitten in der Stadt darstellt. Besonders lohnend ist der Orchideengarten in der Mitte des Parks (5 Euro Eintritt).

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Das Nationalmuseum ist ein Musterbeispiel zukünftiger Wissensvermittlung
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Der Orchideengarten im Botanischen Garten

Außerhalb der Innenstadt liegt die Insel Sentosa, die per überteuerter Seilbahn (hin und zurück über 25 Euro!) oder der MRT erreicht werden kann (Haltestelle Harbour Front). Die Auswahl an Freizeitparks und Touristenattraktionen ist unerschöpflich -und die Urlaubskasse kann sich erschreckend schnell leeren. Hauptattraktion ist ein Universal-Themenpark (50 Euro Eintritt!); sonst sind der Nachbau der Merlion-Statue, der Adventure Cove Wasserpark, Madame Tussauds, ein Ziplining-Park und eine Art Sommerrodelbahn zu nennen. Du verpasst aber absolut nichts, wenn du all diese Attraktionen links liegen lässt! Nicht verpassen sollte man hingegen die hübschen und überraschend ruhigen Strände Sentosas (30 Minuten Fußweg von der Seilbahn- oder MRT-Haltestelle) sowie den Mount Faber Park, der sich rund um die Seilbahnstation erstreckt. Hier lässt sich wunderbar eine kleine Wanderung unternehmen, bei der sogar Affen gesichtet werden können! Willst du noch mehr Tiere sehen, ist der Zoo außerhalb der Innenstadt ein Muss: Mehrfach für seine Tierhaltung und Thematisierung ausgezeichnet, bietet der Zoo gleich 4 verschiedene Themenparks: Den normalen Tierpark, die „River Safari“, den Jurong Bird Park und die berühmte Nachtsafari, bei der nachtaktive Tiere bei einer Zugfahrt beobachtet werden können. Die Preise sind hoch: Die Nachtsafari kostet 30 Euro, die anderen Parks rund 20. Kombitickets sind entsprechend teurer.

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Sentosa von oben – zu sehen der Adventure Cove Waterpark
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Einer der schönen Strände auf der Vergnügungsinsel
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Ein Dschungelpfad im Mount Faber Park

 

GLOBALIZED-Tipps: Schau die Singapur unbedingt von oben an (am besten vom Sands Skypark) – Nur so lässt sich die Dynamik und schiere Größe der Stadt erahnen. Im Inneren des Cloud Forests befindet sich eine sehenswerte Ausstellung zur Erderwärmung und möglichen Gegenmaßnahmen in einer Großstadt, während das Nationalmuseum die langfristige Planung des „grünen Singapurs“ beleuchtet. Willst du einige der in meinem Artikel genannten Facetten der „Stadt der Zukunft“ erleben, solltest du mit der U-Bahn in einen der Vororte fahren (beispielsweise zur Haltestelle „Expo“ in der Nähe des Flughafens). Hier siehst du futuristische Wohnblöcke, moderne Grünanlagen, ein strukturell fantastisches Straßensystem und die Menschenmassen Singapurs an einem Ort versammelt.

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Singapur – die Stadt der Zukunft?

Singapur kostenlos: Sowohl der Eintritt in die Gardens By The Bay als auch den Botanischen Garten ist kostenlos! Zudem kannst du die Lasershows am Marina Bay Sands sowie den Supertrees (Uhrzeiten jeweils überprüfen, diese ändern sich regelmäßig) völlig kostenlos bestaunen.

Übernachtung: Hotels sind sehr teuer, insbesondere gehobene Anlagen. Das Marina Bay Sands liegt mit seinen 300 Euro pro Nacht noch im unteren Bereich der 5-Sterne-Hotels! Es gibt aber eine große Auswahl an guten und günstigen Hostels: Hier kannst du für 10 bis 15 Euro im Schlafsaal übernachten; Duschen und Betten sind in der Regel sauber. Oft ist auch noch eine Dachterrasse oder ein kleiner Swimmingpool inklusive. Die meisten Hostels liegen in Chinatown oder Little India, wo du ein interessantes Nachtleben direkt vor der Tür hast! Bei der Wahl der Unterkunft kannst du dich auf TripAdvisor, Booking.com oder Hostelworld verlassen.

Verpflegung: Auch Restaurants in Singapur sind meist teurer als bei uns. Das macht aber nichts, lohnen sich die Staßenstände doch sowieso viel mehr! Diese sind absolut typisch für Asien und in der ganzen Stadt zu finden, insbesondere in Chinatown und Little India. Sogenannte Hawker versammeln eine große Anzahl solcher Stände in einer Halle und bieten meist noch Live-Musik und ein Showprogramm. Zwei lohnende Hawker befinden sich in den Gardens By The Bay (Satay By The Bay, im ganzen Park ausgeschildert) und Little India (Tekka Centre, MRT-Haltestelle Little India).

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Essen im Satay by the Bay

Kosten: Ein Singapur-Aufenthalt kann deutlich günstiger sein, als du vielleicht denkst! Bist du nicht zu anspruchsvoll, kannst du mit 15 Euro für ein Hostel, 15 Euro für Essen (das ist schon hochgegriffen!) und 5 Euro für Transport pro Tag rechnen. Wie hoch nun deine endgültigen Ausgaben liegen, hängt an deiner Tagesgestaltung: Konzentrierst du dich auf die lohnenden Attraktionen (Sands Skypark, Nationalmuseum, Chinatown Heirtage Center, Zoo, Wanderung auf Sentosa, Gewächshäuser in den Gardens, Orchideengarten im Botanischen Garten, Wanderungen durch die Marina Bay, Chinatown und Little India), gibst du an den 3-5 Tagen rund 100 Euro für Sehenswürdigkeiten aus.

Was sonst noch zu sagen ist: Eines fällt fast allen Touristen auf: Singapur ist extrem sauber und sicher. Das hat allerdings auch seinen Grund: Die Gesetze sind äußerst streng und auch Touristen vor hohen Geld- oder sogar Gefängnisstrafen nicht sicher! Achte genau auf die Einfuhrbestimmungen und Beschilderungen in der Stadt.

Bei Fragen: Melde dich gerne über oli.becht@web.de