Siem Reap / Angkor

Angkor ist unumstritten der Höhepunkt jeder Kambodscha-Reise. Jedes Jahr wird die ehemalige Khmer-Hauptstadt von Millionen Touristen besucht, die über 1000 verschiedene Tempel besichtigen können. Der größte davon – Angkor Wat – gilt als eines der beeindruckendsten Bauwerke aller Zeiten. Ausgangspunkt eines Besuchs ist die 10 Kilometer entfernte, sehr touristische Stadt Siem Reap.

Hier geht es zu meinem Blogeintrag, der auch die Geschichte Angkor Wats aufgreift:

Die Tempel von Angkor – Wandel der Architektur

Organisatorisches

Lage: Siem Reap liegt im Herzen Kambodschas, zweihundert Kilometer östlich der thailändischen Grenze (Poipet) und zweihundertfünfzig Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Phnom Penh. Die Tempel von Angkor liegen nördlich der Stadt und sind per Bus oder Tuk-Tuk in zehn Minuten erreicht.

Anfahrt: Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl. Am günstigsten ist die Fahrt mit dem Bus: Täglich bestehen Verbindungen aus Bangkok (6 Stunden, 20 Euro) und Phnom Penh (4 Stunden, 10 Euro). Hast du genug Zeit, kannst du eine Bootsfahrt auf dem Mekong in Betracht ziehen – auf diese Weise gelangst du bis nach Phnom Penh (mit dem Speedboot 10 Stunden, 30 Euro) und sogar bis Vietnam. Ausgewählte Unternehmen bieten Kreuzfahrten an, die auf dem Weg weiteren Sehenswürdigkeiten Kambodschas abfahren. Zuletzt ist auch die Anreise mit dem Flugzeug möglich: Aufgrund der hohen Touristenzahlen wird Siem Reap auch aus dem Ausland angeflogen. Die dank AirAsia gewohnt günstigen Verbindungen bestehen unter Anderem aus Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok und Saigon (Vietnam).

Übernachtung: Siem Reap bietet für jeden Anspruch und Geldbeutel die passende Unterkunft. Da Angkor ein äußerst beliebtes Backpacker-Ziel ist, stehen besonders viele Hostels zur Auswahl, die (wie in ganz Kambodscha) ausgesprochen günstig sind. Hier habe ich eine echte Empfehlung: Das „OneDerz Hostel“ liegt direkt am Nachtmarkt, ist äußerst modern und bietet eine Dachterrasse mit Pool, freies WLAN sowie ein hauseigenes Restaurant. In Angkor selbst bestehen keine Übernachtungsmöglichkeiten.

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Das Frühstück im OneDerz kostet nicht einmal einen Euro

Verpflegung: Auch kulinarisch hat Siem Reap einiges zu bieten; in erster Linie seinen täglichen Nachtmarkt, der die üblichen Garküchen und Grillstände bereithält. Aber auch einige teure und anspruchsvolle Restaurants, die europäisches Essen anbieten, finden sich in der Stadt. Während der Angkor-Besichtigung bietet sich die Einkehr in eines der Khmer-Restaurants an – hier werden typische Gerichte der heimischen Küche serviert. Die Restaurants findest du auf dem ganzen Gelände.

Sehenswürdigkeiten in Siem Reap: Die Stadt dient nahezu ausschließlich als Ausgangspunkt der Angkor-Besichtigungen. Das Angkor-Museum besitzt einige nette Miniaturmodelle, hält aber keinerlei Informationen bereit, die du nicht auch von deinem Tourguide bekommen wirst. Bei schlechtem Wetter kann ein Besuch der ArtBox (eines der im Trend liegenden 3D-Effekt-Museen) in Betracht bezogen werden. Außerhalb der Stadt liegen die schwimmenden Dörfer auf dem Tonle-Sap-See, die im Rahmen einer Tuk-Tuk-Tour besucht werden können. In Siem Reaps selbst sind alle Punkte fußläufig erreichbar – auch wenn dir die Tuk-Tuk-Fahrer vielleicht etwas anderes weismachen wollen 😀

Die Angkor-Besichtigung

Eintrittspreis: Je nach Länge deines Besuchs stehen verschiedene Tickets zur Verfügung. Anfang 2017 wurden die Eintrittspreise dabei stark erhöht: Heute kostet der Ein-Tages-Pass 37 US-Dollar, der 2-Tages-Pass 62 Dollar und der 3-Tages-Pass 72 Dollar. Du bekommst ein personalisiertes Ticket ausgestellt, das an jedem Tempeleingang kontrolliert wird. Das Areal an sich ist kostenlos zu betreten.

Transport: Angkor ist riesig. Da du das Gelände unmöglich zu Fuß erkunden kannst, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Am beliebtesten ist das Anheuern eines Tuk-Tuk-Fahrers, der dir als persönlicher Guide dient und deine Wunschroute abfährt. Für einen Tag solltest du den Fahrer mit 20 bis 30 Euro bezahlen; Mehrtagespakete sind günstiger. Weiterhin werden geführte Bustouren angeboten (buchbar in den Reisebüros Siem Reaps). Die flexibelste und günstigste Option ist das Leihen eines Fahrrads (Möglichkeiten dazu gibt es an gefühlt jeder Straßenecke). Hier solltest du nur bedenken, dass die Temperaturen extrem hoch sind und du am Tag zwischen 40 und 60 Kilometern unterwegs sein wirst!

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Der Tuk-Tuk-Fahrer ist gleichzeitig dein persönlicher Tour-Guide

Kleidung: Im Jahr 2016 wurden mehrere Kleidungsvorschriften eingeführt. Wer die Tempel betreten will, darf weder sehr kurze Hosen oder Rücke noch rückenfreie T-Shirts tragen. Mit einer knielangen Hose bist du auf der sicheren Seite.

Übersicht: Zu seiner Blütezeit erstreckte sich die Khmer-Hauptstadt über rund 1000 Quadratkilometer, und bis heute wurden mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer entdeckt. Die Größe Angkors ist beeindruckend. Die bekanntesten Anlagen konzentrieren sich auf ein Areal nördlich von Siem Reap, das von zwei Rundwegen (Dem „Grand Circle“ und dem „Small Circle“) durchzogen wird. Zu den sehenswertesten Tempel gehören Angkor Wat (die größte Anlage, die 1300 mal 1500 Meter misst und für ihre steile Treppen bekannt ist), der Bayon-Tempel (berühmt für seine in Stein gemeißelten Gesichter) sowie Ta Prohm (der Drehort des Blockbuster-Films „Tomb Raider“).

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Das Areal ist riesig und besteht zu großen Teilen aus unberührter Natur

Der Sonnenaufgang: Ein großer Teil der Angkor-Touristen ist schon früh am Morgen auf den Beinen. Der Grund dafür ist der (sofern das Wetter mitspielt) beeindruckende Sonnenaufgang, welcher sich am besten am Haupttempel Angkor Wat beobachten lässt. Hier spiegeln sich Sonne und Tempel in den großen Seen, die sich auf dem Areal befinden. Die Kehrseite des Spektakels: Angkor Wat ist schon früh am Morgen komplett überlaufen, die Touristen drängen sich dicht an dicht.

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Der Sonnenaufgang über Angkor Wat
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Schon früh am Morgen ist der Massentourimus präsent

Die beiden Rundwege: Sowohl der „Grand Circle“ (60 Kilometer Länge) als auch der „Small Circle“ (40 Kilometer Länge) starten am Haupttempel Angkor Wat. Anfang und Ende der Rundkurse sind identisch, der „Grand Circle“ führt jedoch tiefer in das Gelände hinein. Der kurze Rundweg ist beliebter, da er an den drei beliebtesten Tempeln – Angkor Wat, Bayon und Ta Prohm – vorbeiführt. Hast du genug Zeit (mindestens zwei Tage), solltest du auf jeden Fall beide Strecken abfahren. Im Eiltempo ist das auch an einem Tag möglich.

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Angkor Wat ist der größte Tempel – die Anlage misst rund 1500 mal 1500 Meter!
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Der Bayon-Tempel ist für seien riesigen Statuen berühmt
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Den dritten Höhepunkt, Ta Brohm, kennen Fans aus aller Welt aus dem Film „Indiana Jones“

Hier findest du eine Karte, auf der alle wichtigen Tempel Angkors sowie die beiden Rundwege eingezeichnet sind.

Zum Abschluss noch eine Bildergalerie mit weiteren Eindrücken der Anlage:

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