Kambodscha

Angkor Wat – und sonst? Natürlich sind ist die alte Khmer-Hauptstadt das Aushängeschild Kambodschas, aber auch der Rest des Landes bietet ein authentisches Asien-Erlebnis. Die Touristenscharen konzentrieren sich noch immer mehr auf die Nachbarländer, die Menschen sind überaus freundlich und die Preise selbst regional gesehen niedrig.

GLOBALIZED bietet dir hier einen Überblick über Sehenswürdigkeiten und praktische Infos sowie Insidertipps, Hintergründe zu im Blog genannten Orten und eine Fotogalerie. Viel Spaß beim Entdecken!

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Die Tempel von Angkor – Wandel der Architektur

Lage: Kambodscha liegt zwischen Vietnam und Thailand, grenzt im Norden an Laos und liegt somit mitten im Zentrum Südostasiens.

Anreise und Transport: Die internationalen Flughäfen Siem Reap und Phnom Penh sind leicht zu erreichen – dennoch sollte die Fahrt per Bus vorgezogen werden. Sowohl aus Vietnam (Saigon– Phnom Penh, 5 Stunden, 15 Euro) als auch Thailand (Bangkok – Siem Reap, 8 Stunden, 20 Euro) ist das Land der Khmer einfach zu erreichen. Die Busse sind sauber und modern, ein warmes Mittagessen ist in der Regel inklusive. Zudem erhältst du beim Blick aus dem Fenster einen guten Einblick in das ländliche Kambodscha. Zwischen Saigon (Vietnam) und Phnom Penh bestehen zudem Bootsverbindungen, die oft zu einer Mini-Kreuzfahrt im Mekong-Delta ausgeweitet werden. Zugverbindungen bestehen – bis auf die historische Bambuseisenbahn bei Battambang, die eher als Touristenattraktion fungiert – nicht. In Phnom Penh und Siem Reap bietet sich die Fahrt mit einem Tuk-Tuk an.

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Aus dem Tuk-Tuk hast du einen hervorragenden Blick in alle Richtungen

Wann besuchen? Der Besuch Kambodschas sollte im Rahmen einer Südostasienrundreise durchgeführt werden. Es bietet sich an, auf der Route Thailand – Kambodscha – Vietnam zu reisen. Das Klima variiert im Laufe des Jahres kaum, die Temperaturen bewegen sich in der Regel um die 30 Grad. Der meiste Regen fällt zwischen September und November.

Reisedauer: Für Siem Reap mit den Tempeln von Angkor solltest du zwei oder drei Tage einplanen. Willst du auch noch den Rest Kambodschas bereisen, vier bis sechs Tage zusätzlich, zwei davon für die Hauptstadt Phnom Penh.

Übersicht: Im Westen des Landes, 200 Kilometer östlich des Grenzübergangs Poipet, liegt Siem Reap, zehn Kilometer außerhalb der Stadt die Tempel von Angkor. Phnom Penh liegt im Südwesten, rund 400 Kilometer von der ehemaligen Khmer-Hauptstadt entfernt. Zwischen den beiden Metropolen liegt die historische Stadt Battambang. Vor der Südküste liegen die touristisch erschlossenen Inseln.

Sehenswürdigkeiten: Anlaufstelle Nummer eins ist natürlich Angkor. Die Touristenstadt Siem Reap dient lediglich als Ausgangspunkt und hat bis auf einen Nachtmarkt und einige nette Restaurants wenig zu bieten. Das Nationalmuseum Angkor ist für das Gebotene zu teuer – die Informationen bekommst du von deinem Tuk-Tuk-Fahrer umsonst. Umso mehr zu sehen gibt es in den hunderten Tempeln nördlich der Stadt, die auf einem riesigen Areal verteilt im dichten Dschungel liegen (Extrabericht folgt). Dreh- und Angelpunkt ist der Haupttempel Angkor Wat, an dem sich schon um fünf Uhr morgens die Touristenmassen drängen: Es bietet sich ein spektakulärer Blick auf den Sonnenaufgang. Hast du noch einen Tag mehr im Gepäck, sollte ein Ausflug zu den „schwimmenden Dörfern“ auf dem Tonle-Sap-See ins Auge gefasst werden. Am besten mietest du auch hier einen Tuk-Tuk-Fahrer, die Anfahrt nimmt rund eine Stunde in Anspruch.

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Der Sonnenaufgang über Angkor Wat

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Zweihundert Kilometer südlich von Siem Reap liegt die historische Stadt Battambang, wo eine fünfzehn Kilometer lange Fahrt mit dem historischen Bambuszug unternommen werden kann. Zudem bietet die Stadt mehrere liebevoll aufgemachte Kunstgalerien, in erster Linie die „HUMAN Gallery“. Willst du einen Kochkurs besuchen und die heimische Küche kennenlernen, ist Battambang ebenfalls eine gute Anlaufstelle.

Zweites touristisches Zentrum des Landes ist die Hauptstadt: Phnom Penh ist eine vollkommen chaotische Großstadt; ein authentischeres Asien-Erlebnis wirst du kaum finden. Die „Killing Fields“ erinnern eindringlich an die grausame Herrschaft der Roten Khmer. Und bei Einbruch der Dunkelheit kannst du dich in das aufregende Nachtleben der Hauptstadt stürzen!

Die Inseln und Strände im Süden sind zwar schön, können mit der Konkurrenz in Malaysia und insbesondere Thailand aber nicht mithalten. Dafür sind die Hotels und Badeplätze deutlich weniger überlaufen.

Übernachtung: Die Hostels in Kambodscha sind nochmal eine Stufe günstiger als in den Nachbarländern – was als Tourist fast ein wenig schmerzt, wenn man die Armut außerhalb der Stadt im Hinterkopf hat. In Siem Reap solltest du dich frühzeitig um die Buchung kümmern, da der Ort das ganze Jahr über hervorragend ausgelastet ist. Wie immer ist auf TripAdvisor und Hostelworld Verlass. Das am besten bewertete Hostel lege ich die hier nochmal besonders ans Herz: Das „OneDerz“ liegt direkt neben dem Nachtmarkt Siem Reaps, bietet moderne Zimmer, ein eigenes Restaurant mit Frühstücksangebot und Cocktailbar sowie einen kleinen Swimmingpool auf der Dachterrasse im vierten Stock. Einziger Nachteil: Die Anlage ist überdurchschnittlich groß, sodass du beim Verlassen des Hostels von dutzenden Tuk-Tuk-Fahren erwartet wirst, die dir aufdringlich eine Fahrt verkaufen wollen!

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Ein Cocktail im OneDerz
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Und das wirklich gute Frühstück

Verpflegung: Die heimische „Khmer-Küche“ ist dem im restlichen Südostasien sehr ähnlich. Das Nationalgericht „Amok“ ist ein Curry aus Kokosmilch, das vergleichsweise mild serviert wird. „Lok Lak“ ist ein Rindfleischgericht, das mit Zwiebeln und Salat serviert wird – sehr empfehlenswert! Das beste Essen findest du wie immer auf den Nachtmärkten und an den Straßenküchen, doch auch auf dem Gelände von Angkor befinden sich mehrere hervorragende Restaurants.

Kosten: Kambodscha ist das günstigste Reiseland Südostasiens. Einzig in Siem Reap sind die Preise deutlich höher – alleine das Angkor-Ticket kostet rund 40 Euro (Dreitagesticket 80 Euro). Hostels und Essen sind im europäischen Maßstab dennoch extrem günstig. Im „OneDerz“ kostet ein Curry oder ein Frühstück mit Getränk umgerechnet einen Euro und ein alkoholischer Cocktail 1,50 Euro.

Was sonst noch zu sagen ist: Kambodscha leidet noch immer unter den Folgen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt in großer Armut. Die Kriminalitätsrate ist folglich hoch, gerade in Phnom Penh und Siem Reap werden immer wieder Taschendiebstähle und Überfälle gemeldet. Aufpassen solltest du bei einer Fahrt im Tuk-Tuk: Die berüchtigten Motorraddiebe versuchen, die im Vorbeifahren den Rucksack aus den Händen zu reißen. Halte dein Gepäck also gut fest!

Bei Fragen: Melde dich gerne über oli.becht@web.de