Auckland

Die größte Stadt Neuseelands ist nicht nur das Zentrum der Nordinsel, sondern aufgrund des internationalen Flughafens auch der erste Ort, den die meisten Reisenden zu sehen bekommen. Auckland besticht durch seine Multikulturalität und Kulturszene, bietet einige lohnende Museen und vom 328 Meter hohen „Skytower“ eine Aussicht, die du so schnell nicht vergessen wirst!

Lage: Auckland liegt zentral an der Ostküste der Nordinsel, zweihundert Kilometer südlich des Kape Reinga (nördlichster Punkt des Landes) und dreihundert Kilometer nördlich von Wellington (südlichste Stadt der Nordinsel). Der internationale Flughafen, der auch aus Europa angeflogen wird, liegt rund 25 Kilometer außerhalb die Stadt. Ins Zentrum gelangst du mit dem „Skybus“, der 24 Stunden am Tag und mindestens ein Mal pro Stunde verkehrt. Ein Ticket kostet 20 NZD (rund 12 Euro) und ist ab dem Kauf für rund zwei Monate gültig. Innerhalb der Stadt verkehren günstige Busse, die du aber nur benötigst, wenn du zu einem der Strände oder Berge außerhalb des Zentrums fährst. Ein Straßen- oder U-Bahnnetz besitzt Auckland nicht. Vom Hafen verkehren Fähren auf die nahegelegenen Inseln (Great Barrier Island, Waiheke Island, Raignototo Island) und nach Coromandel City, das Zentrum der gleichnamigen Insel.

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Blick auf Auckland vom Wynyard Qurter

Übernachtung: In Auckland findest du in erster Linie Backpacker-Hostels. Diese sind teilweise groß, laut und stickig (das Base Hostel besitzt zum Beispiel zahlreiche Zimmer ohne Fenster), teilweise aber auch wirklich nett. Empfehlen kann ich die sehr moderne HakaLodge, die zwar eine halbe Stunde außerhalb des Zentrums, dafür aber direkt an der K-Road liegt. Zentraler liegt das „Attic Backpackers“, das sich im fünften Stock eines Hochhauses befindet und ebenfalls modern und sauber daherkommt. Auch Motels und Hotels findest du zur Genüge. Campingplätze liegen ausschließlich außerhalb der Stadt und sind in dem Fall sind zu empfehlen. Für eine Nacht im Hostel solltest du 15 bis 20 Euro einplanen, Hotelzimmer gibt es ab 60 Euro.

Verpflegung: Restaurants sind in Neuseeland extrem teuer – und Auckland ist gemeinsam mit Queenstown die Speerspitze dieses Fakts. Gerade im Wynyard Quarter und an der Queens Street zahlst du gerne das Doppelte wie in einem durchschnittlichen deutschen Restaurant. Etwas günstiger kannst du an der K-Road (wo in erster Linie internationalem Essen zur Auswahl steht: Thailändisch, Indisch, Türkisch, Mexikanisch) und auf einem kleinen Foodmarkt an der Elliot Street essen. Da alle Hostels eine eigene Küche besitzen, solltest du aber in der Regel selber kochen! Außerhalb der Großstadt wirst du vermehrt auf bezahlbare Restaurants treffen.

Wie lange? Wenn du in Auckland landest, wirst du erst einmal gehörig mit deinem Jetlag zu kämpfen haben – alleine deshalb solltest du mehrere Tage für die Metropole einplanen! Die Sehenswürdigkeiten sind gemütlich an 2 Tagen zu besichtigen, der Flair der Stadt lädt aber auch zu einem längeren Aufenthalt ein. Hinzu kommen weitere Tage für optionale Ausflüge auf die Insel vor der Küste.

Übersicht: Die Orientierung in Auckland fällt überraschend einfach: Am Wasser liegen (von Norden nach Süden) das Wynyard Quarter, der Viaduct Harbour und die Fährterminals. An dieser Stelle zweigt die Queens Street ab, die quer durch die komplette Innenstadt verläuft und gleichzeitig Aucklands Einkaufsstraße ist. Der Skytower und das Museum of Art liegen wenige Meter abseits der Straße. Etwa zwei Kilometer vom Hafen entfernt zweigt schließlich die K-Road ab. Das Auckland Museum sowie die beiden Aussichtsberge One Tree Hill und Mount Eden liegen einige Kilometer außerhalb und können mit dem Bus angefahren werden. Das Museum und Mount Eden ist aber auch fußläufig zu erreichen (wozu du etwa eine Stunde benötigst).

Sehenswürdigkeiten

Auckland Museum

Das größte Museum der Stadt bietet einen Querschnitt durch Kultur und Geschichte des Landes und begeistert vor allem durch seine Maori-Ausstellung. Auch das Leben auf den Pazifikinseln, die vulkanische Umgebung Aucklands und die neuseeländische Beteiligung am ersten Weltkrieg werden beleuchtet. Das Museum liegt im Zentrum der Parkanlage „The Domain“, die sich für einen anschließenden Spaziergang anbietet. Der Eintritt kostet rund 15 Euro. Eine Maori-Show, bei dem es unter Anderem die traditionelle Haka zu sehen gibt, kann hinzugebucht werden.

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Das Museum von außen
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Der Maori-Court zählt zu den Höhepunkten der Ausstellungen

Museum of Modern Art

Das kostenlose Kunstmuseum befindet sich in einem äußerst schicken Gebäude, das auch von innen sehenswert ist. Die Ausstellung bietet sowohl ältere als auch moderne Kunst und zeigt einige spannende Projekte neuseeländischer Künstler.

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Das Museum von innen
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Eines der begehbaren Kunstwerke

Wynyard Quarter

Auf einem ehemaligen Werftgelände ist in den letzten Jahren ein schickes Wohn- und Vergnügungsviertel entstanden, das traditionelle und moderne Elemente geschickt verknüpft. Angeschlossen ist der Viaduct Harbour, der zahlreiche Restaurants und Bars sowie das Maritime Museum (15 Euro Eintritt) bietet. Das Viertel an sich kann entweder zu Fuß oder mit der „Docklands Tram“ besichtigt werden, welche den Schienen der alten Transportbahn folgt.

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Wohnungen im Wynyard Quarter
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Die Restaurantzeile am Ufer

Einer meiner Blogberichte beleuchtet die Geschichte und Umsetzung des Wynyard Quarter näher:

Auckland / Wynyard Quarter – Eine Frage des Tempos?

Skytower

Das höchste Gebäude Neuseelands besitzt in Metern Höhe eine spektakuläre Aussichtsplattform, von der du einen Blick auf die komplette Stadt hast. Wer das nötige Kleingeld hat, kann einen Bungysprung oder „Skywalk“ buchen, bei dem du einem ungesicherten Steg in 200 Meter Höhe entlangwanderst.

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Blick vom Skytower

K-Road

Aucklands Vergnügungsmeile bietet Restaurants und Bars ohne Ende. Hier sind am Abend sowohl Einheimische als auch Backpacker anzutreffen.

Die Aussichtsberge

Drei Kilometer außerhalb des Stadtzentrums liegt der Mount Eden, ein erloschener Vulkan, von dessen Gipfel sich eine tolle Aussicht auf die Stadt bietet. Besonders voll wird es hier zum Sonnenuntergang! Weiter außerhalb liegt der höhere One Tree Hill, der von einem netten Park mit freilaufenden Schafen umgeben ist. Hier kannst du Auckland allerdings nur aus der Ferne betrachten.

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Blick vom Mount Eden

Die Inseln

Drei Inseln stechen aus der Ansammlung vor der Küste heraus: Great Barrier Island zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten der gesamten Nordinsel und lädt auch zu einem längeren Aufenthalt ein Tagesausflüge bieten sich nach Waiheke Island (eine vom Obstanbau geprägte Insel mit schönen Stränden) und Raignototo Island (eine Vulkaninsel, auf der du den Gipfel besteigen und erstarrte Lavahöhlen erforschen kannst)

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Auf Raignototo Island lässt sich der Vulkan besteigen
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Auf dem Weg lassen sich diese Lavahöhlen besichtigen

Takapuna Beach

Fünf Kilometer vom Zentrum entfernt und in zehn Minuten mit dem Bus erreichbar, liegt dieser lange Strand, der allerdings vollkommen überlaufen ist und nicht mit anderen Stränden des Landes mithalten kann. Deutlich empfehlenswerter ist eine Fahrt zum Piha Beach (30 Kilometer entfernt) an der Westküste.

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Takapuna Beach

Arbeiten in Auckland: Die Auswahl an Backpacker-Jobs ist relativ groß; insbesondere in Bars und Restaurants wirst du schnell fündig. Saisonal stehen auch Fundraising-Jobs zur Verfügung. Viele Hostels bieten Longterm-Tarife (Wochentarife) und haben sich auf Arbeiter eingestellt. Da Auckland ein wirklich schöner Ort ist, kannst du es durchaus in Betracht fassen, hier nach einem Job zu suchen!
Bei Fragen: Melde dich gerne über oli.becht@web.de